While mother sun shines down on the earth and all balconies populating it, Mademoiselle Fruitsalad relaxes on a cozy plate, slightly elevated off the ground.
The first tan of the year.
While mother sun shines down on the earth and all balconies populating it, Mademoiselle Fruitsalad relaxes on a cozy plate, slightly elevated off the ground.
The first tan of the year.
→ No CommentsTags: food · poetry
Bedienung bitte!
- Was heisst Bedienung?
- Das sind die Leute, die dich bedienen. Oder die mit dem kurzen Rock.
- Wieso kurzer Rock? Haben alle Bedienungen kurze Röcke?
- Natürlich nicht.
- Aber ich habe doch einen Rock erspäht.
- Ziemlich spät. Wahrscheinlich ein Bedienrock.
- Aber du bist doch nicht im Puff. Wieso heissen die Bedienung?
- Ich würde sagen, wenn sie Bedienung heissen, haben sie etwas vom Rotlichtmilieu.
Ich will was und bekomme es. Und ich bezahle auch. Ich muss. Wie im Puff.
- Bekommst du hier alles, was du willst?
- Gazetten, Zuckerkuchen, Rotwein, schwarzen Kaffee, Sturmsäcke, ach nein, Windbeutel.
- Aber im Puff bekommst du keine Windbeutel.
- Aber einen geblasen. Windbeutel heisst ja nicht umsonst Windbeutel. Dazu muss es Wind geben. Und damit Wind kommt, muss geblasen werden.
- Dann frag doch die Bedienung, ob sie bläst. Aber frag vorher nach dem Preis.
- Nein, das brauche ich nicht. Das ist hier ganz nobel. Es gibt Karten. Dort steht drin: 1 Windbeutel, 2cl DM 3,50.-.
- Aber für den Preis kannst du doch nicht erwarten, das du einen geblasen bekommst.
- Wieso denn nicht? Die Masse macht’s. Und hier sind viele, die bedient werden wollen. Der Preis wird über die Masse abgerechnet. Je mehr Leute Windbeutel wollen, desto tiefer sinkt der Preis. Und der Kopf der Bedienung.
- Hast du sie schon gefragt?
- Nein. Ich habe ihr zugeblinzelt.
- Aber wie soll sie nun daraus erkennen, dass du einen Windbeutel möchtest?
- Wenn man geil guckt muss man doch annehmen, dass die Hure weiss was man will. Warst du schon mal in einem Puff?
- Nein.
- Dann weißt du sicherlich nicht, dass du der Bedienung erzählen musst, was dich gut bedient.
- Soll ich jetzt alle meine intimen Phantasien auf den Tisch legen?
- Nein. Aber vielleicht erstmal dein Geld.
- Also 3,50.
- Meinst Du.
- Wieso nicht, dafür bekomme ich einen Windbeutel.
- Nur in einem Café.
- Woher?
- Bitte?
- Woher weiss ich, dass ich in einem Café bin? Nur weil draussen dran steht: Café? Vielleicht ist ja Café die Abkürzung von Caterina die Fee.
- Nein. Schau dich doch mal um und erzähl mir, was du siehst.
- Ein kurzer Rock, rasierte Beine, Schlagsahne, süsse Früchtchen, Portemonnaies, alte Männer, Alkohol zum locker machen, gedämpftes Licht, Spiegel, grosse Flaschen für die Extravaganz, Liebeskugeln, automatische Kondome, Bäder, Sitzecken, Nussecken und noch ein Mann. Also auch ein Etablissement für Männer. Vielleicht für die vom andern Ufer.
- Aber ich sehe gar kein Rot.
- Vielleicht ist das ja ein Puff für Grüne. Also Anfänger.
- Wieso?
- Na die CDU ist doch nicht mehr. Die SPD ist doch nicht umsonst so rot.. voller Scham und Reglement.
- Wir schweifen vom Thema ab!
- Wieso?
- Rot ist nun mal die Farbe der Liebe.
- Wieso ist es dann grün in deinem Etablissement?
- Das ist ein eindeutiges Zeichen für Anfänger. Deshalb auch nur 3,50. Jeder weiss hier Bescheid. Hier kann ich einen einlochen ohne rot zu werden.
- Woher willst du wissen, dass die Bedienungen sich einer regelmässigen Gesundheitsüberprüfung unterziehen, und du dir nicht den grünen Star holst? Ich merke schon, dass ich blind werde, wenn ich ihren Rock sehe.
- Gibt es denn nichts anderes, was du an ihr toll findest?
- Was heisst toll? Kommt das von Tollhaus?
- Was heisst Tollhaus?
- Übersetzt auch Freudenhaus.
- Empfindest du etwa Freude, wenn du hier sitzt?
- Ja.
- Na dann ist ja gut. Vom KGB ist auch jemand hier. Ist bestimmt der Zuhälter.
- Ist das der, der zuhält, wenn ich einloche?
- Nein, das ist der, der die Mädels im Griff hält.
- Wieso heisst er dann nicht Griffhalter?
- Nein, den nennt man Portier.
- Also nennt man den Zuhälter auch Portier oder Türsteher.
- Nein, jede Branche hat spezifische Berufsbezeichnungen. Hure heisst übersetzt Bedienung. Und Bedienung heisst Hure. Es wird auch gesagt: „Hure, die Rechnung bitte!“ – „Das macht 3,50.“ – „Ach war das geil! Mir ist ganz grün vor Augen.“
- Vor Augen?
- Das ist eben so in einem 3,50 – Etablissement. Es schauen auch andere zu.
- Aber soll ich dir was sagen, das macht mich noch geiler. Hier geh ich öfter hin, bis zur nächsten Wahl!
- Vielleicht bin ich dann nicht mehr so grün. Also, küss die Beutel!
- Auf Wiederblasen!
- Ciao!
- Tschüss
- Das sind die Leute, die dich bedienen. Oder die mit dem kurzen Rock.
- Wieso kurzer Rock? Haben alle Bedienungen kurze Röcke?
- Natürlich nicht.
- Aber ich habe doch einen Rock erspäht.
- Ziemlich spät. Wahrscheinlich ein Bedienrock.
- Aber du bist doch nicht im Puff. Wieso heissen die Bedienung?
- Ich würde sagen, wenn sie Bedienung heissen, haben sie etwas vom Rotlichtmilieu.
Ich will was und bekomme es. Und ich bezahle auch. Ich muss. Wie im Puff.
- Bekommst du hier alles, was du willst?
- Gazetten, Zuckerkuchen, Rotwein, schwarzen Kaffee, Sturmsäcke, ach nein, Windbeutel.
- Aber im Puff bekommst du keine Windbeutel.
- Aber einen geblasen. Windbeutel heisst ja nicht umsonst Windbeutel. Dazu muss es Wind geben. Und damit Wind kommt, muss geblasen werden.
- Dann frag doch die Bedienung, ob sie bläst. Aber frag vorher nach dem Preis.
- Nein, das brauche ich nicht. Das ist hier ganz nobel. Es gibt Karten. Dort steht drin: 1 Windbeutel 2cl DM 3,50.-.
- Aber für den Preis kannst du doch nicht erwarten, das du einen geblasen bekommst.
- Wieso denn nicht? Die Masse macht’s. Und hier sind viele, die bedient werden wollen. Der Preis wird über die Masse abgerechnet. Je mehr Leute Windbeutel wollen, desto tiefer sinkt der Preis. Und der Kopf der Bedienung.
- Hast du sie schon gefragt?
- Nein. Ich habe ihr zugeblinzelt.
- Aber wie soll sie nun daraus erkennen, dass du einen Windbeutel möchtest?
- Wenn man geil guckt muss man doch annehmen, dass die Hure weiss man will. Warst du schon mal in einem Puff?
- Nein.
- Dann weißt du sicherlich nicht, dass du der Bedienung erzählen musst, was dich gut bedient.
- Soll ich jetzt alle meine intimen Phantasien auf den Tisch legen?
- Nein. Aber vielleicht erstmal dein Geld
- Also 3,50.
- Meinst Du.
- Wieso nicht, dafür bekomme ich einen Windbeutel.
- Nur in einem Café.
- Woher?
- Bitte?
- Woher weiss ich, dass ich in einem Café bin? Nur weil draussen dran steht: Café? Vielleicht ist ja Café die Abkürzung von Caterina die Fee.
- Nein. Schau dich doch mal um und erzähl mir, was du siehst.
- Ein kurzer Rock, rasierte Beine, Schlagsahne, süsse Früchtchen, Portemonnaies, alte Männer, Alkohol zum locker machen, gedämpftes Licht, Spiegel, grosse Flaschen für die Extravaganz, Liebeskugeln, automatische Kondome, Bäder, Sitzecken, Nussecken und noch ein Mann. Also auch ein Etablissement für Männer. Vielleicht für die vom andern Ufer.
- Aber ich sehe gar kein rot.
- Vielleicht ist das ja ein Puff für Grüne. Also Anfänger.
- Wieso?
- Na die CDU ist doch nicht mehr. Die SPD ist doch nicht umsonst so rot.. voller Scham und Reglement.
- Wir schweifen vom Thema ab!
- Wieso?
- Rot ist nun mal die Farbe der Liebe.
- Wieso ist es dann grün in deinem Etablissement?
- Das ist ein eindeutiges Zeichen für Anfänger. Deshalb auch nur 3,50. Jeder weiss hier Bescheid. Hier kann ich einen einlochen ohne rot zu werden.
- Woher willst du wissen, dass die Bedienungen sich einer regelmässigen Gesundheitsüberprüfung unterziehen, und du dir nicht den grünen Star holst? Ich merke schon, dass ich blind werde, wenn ich ihren Rock sehe.
- Gibt es denn nichts anderes, was du an ihr toll findest?
- Was heisst toll? Kommt das von Tollhaus?
- Was heisst Tollhaus?
- Übersetzt auch Freudenhaus.
- Empfindest du etwa Freude, wenn du hier sitzt?
- Ja.
- Na dann ist ja gut. Vom KGB ist auch jemand hier. Ist bestimmt der Zuhälter.
- Ist das der, der zuhält, wenn ich einloche?
- Nein, das ist der, der die Mädels im Griff hält.
- Wieso heisst er dann nicht Griffhalter?
- Nein, den nennt man Portier.
- Also nennt man den Zuhälter auch Portier oder Türsteher.
- Nein, jede Branche hat spezifische Berufsbezeichnungen. Hure heisst übersetzt Bedienung. Und Bedienung heisst Hure. Es wird auch gesagt: „Hure, die Rechnung bitte!“ – „Das macht 3,50.“ – „Ach war das geil! Mir ist ganz grün vor Augen.“
- Vor Augen?
- Das ist eben so in einem 3,50 – Etablissement. Es schauen auch andere zu.
- Aber soll ich dir was sagen, das macht mich noch geiler. Hier geh ich öfter hin, bis zur nächsten Wahl!
- Vielleicht bin ich dann nicht mehr so grün. Also, küss die Beutel!
- Auf Wiederblasen!
- Ciao!
- Tschüss.
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Ich liebe dieses Leben und sein monotones Flimmerrauschen am Spätnachmittag, dem Gezwitscher und Geträller, das irgendwie immer hinter einem ist, dem geschäftigen Treiben der spärlich behaarten , schwitzenden Passanten, dem Unaufhörlichen, immer lauter werdenden Gebrumme der frisierten Fahrzeuge.
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<<Reisebericht eines Noerglers>> oder
<<Warum man den Leib Christi nicht ungestraft in warme Milch tunken darf>>
Aller Laster Anfang ist ein Kritikpunkt (oder eine Stossstange mit drei s): Haetten sich die befischten Kreuztraeger fuer Ihren Jahrtausendkonvent nicht ne andere Farbe anstelle von orange aussuchen koennen? Einen Wahl- oder besser Zwangshollaender wirft es arktisch kalte Schauer ueber Ruecken und oberen Gesaessteil, knapp 700tausend, also die in-etwa-Bevoelkerungszahl ganz Amsterdams (mit Vororten), „der Herr gibt’s, der Herr nimmt’s“, „schaerfer, zackig, Amen“-Sager in Urdeutsch-romanischen Staedten wie Koeln preisen und peacen sehen zu duerfen. Und ich sage bewusst duerfen. Koennen, muessen oder wollen haben nicht mehr in die Zeile gepasst und sind beleidigt Bier trinken gegangen. mit der gross- und kleinschreibung und den dritten fall.
Ich haette dann aber schon gern einen dieser wahnsinnig feschen, orangefarbenen Schals gehabt. Hatten die da alle um’n Hals gewickelt. Also jeder fuer sich, ich nehme nicht an, gegenseitig. Das muss man sich in etwa so vorstellen, wie mit all denjenigen, die noch 23 Jahre nach dem Hurricane-Festival-Besuch mit den bekloppten bunten Armbaendern rumlaufen. Nur mit dem Unterschied, dass man die Armbander nicht waschen kann. Hoffentlich stellt sich jetzt der/die eine oder andere mal vor, welch olfaktorisches Jahrtausendevent eine Nasenprobe des Armbandes seines Bekannten waer. Tusch!
Denjenigen, welchen die Bilder von brennenden Flaggen unseres ehemals grossen Bruders aus dem von selbigem besetzen Irak noch gut im Gedaechtnis sind wird in etwa vorschweben, welcher feurigen Bestimmung ich diesen meinen leider nicht erhaltenen weil nicht energisch genug drum bemuehten Schal zugefuehrt haette. Wenn man doch nur wuesste, ob’s jetzt Dederon, Popeline oder Baumwolle gewesen waer… Zuendel, zuendel… Aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit darf daran geglaubt werden, dass man fuer einwandfrei allergiefreies Textilium gesorgt hat. Man ist ja schliesslich eine der groessten Weltglaubensgemeinschaften. Glauben ist da wie Kruppstahl. Deutsche Qualitaetsware eben.
Darf man eigentlich heutzutage in der breiten Oeffentlichkeit ueber die Kirche herziehen? Dass das Horst-Wessel-Lied nicht mehr in der Mode ist hab ich ja mittlerweile verstanden. Ist halt nicht mehr gesellschaftsfaehig. Zumindest in der deutschen Gesellschaft. Selbst durchgestrichene Hakenkreuze gelten ja schon als verfassungsfeindlich (Symbolik ist alles, meine Damen und Herren). In Amerika wiederum sieht’s da ganz anders aus. Liebe Eltern, dort koennen sie ihre Kinder noch zum BdM oder in die Hitler-Jugend schicken, eine Karriere als Praesident eines Landes Ihrer Wahl ist im Preis mit inbegriffen. Schnell buchen, solange die Schlange noch nicht komplett bis um den Erdball reicht.
Beim Thema klerikale Tiraden jedoch fehlt mir irgendwie die Kenntnis ueber die allgemeine Akzeptanz innerhalb des Poebels. Und das war voellig wertfrei. Deutsch sowie amerikanisch. Gut, vielleicht kommt man in die Hoelle, schlimmer als Lauchhammer wird’s schon nicht werden.
Amen.
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