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Fryhling in der Stadt

March 5th, 2010 · No Comments

Ich liebe dieses Leben und sein monotones Flimmerrauschen am Spätnachmittag, dem Gezwitscher und Geträller, das irgendwie immer hinter einem ist, dem geschäftigen Treiben der spärlich behaarten , schwitzenden Passanten, dem Unaufhörlichen, immer lauter werdenden Gebrumme der frisierten Fahrzeuge.

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Letzter Artikel in der Schulzeitung, so gg. 1998? (man korrigiere mich wenn die Zeit nicht hinhaut.. das Gedaechtnis tut’s nicht mehr so wirklich)

March 5th, 2010 · No Comments

Erster und  Letzter

Gerade noch unter der Dusche, von der Trockenhaube heil zurück und jetzt schon wieder medial tätig, der

Tatendrang Puftas kennt keine irdischen Grenzen. Keine? Fast keine. Denn ein Bildungsstättchen leistet immernoch erbitterten Widerstand. Diese in Eintracht und Alltagstrott schwimmenden zwei Betonbunker      (Und trotzten sie auch Wind und Wetter, das Drama wurde nur noch fetter!) des Wissens werde ich nun, nicht gerade unter Tränen, jedoch auch nicht ganz ohne Wehmut, hinter mir, beziehungsweise verlassen.

Haben die folgenden Zeilen Sinn?-Ja. Wollte Dirk, dass ich das mache?-Nein. Habe ich da was vertauscht?

Als der gute D. erfuhr, dass ich demnächst meinen Wohnsitz in der Bundeshauptstadt haben werde, kam er prompt zu mir gerannt und meinte, ich könne doch noch einige Lobhudeleien auf diese Schule preisen! Meine tröstende Antwort war positiv. Für mich. Negativ für ihn. Denn das, was hier kommt, entbehrt jeder logischen Denkweise. Es repräsentiert die verseucht-abstrusen Phantasien eines Gymnasiumsschülers am Rande des emotionalen Holocausts, verwirrt von der Denkweise einer ganzen Generation.

Sechs lange Jahre sind ins Land gegangen (Oh mein Gott! Wirklich SECHS Jahre!), Jahre die mich irgendwie schon geprägt haben, dass möchte ich nicht leugnen. Denn schließlich hat auch krankes Gedankengut seine Ursprünge. Doch dass die nun gerade hier sind, daran trage ich keine Schuld. Denn als es damals, zu meiner Internierung oder Einschulung oder wie das heißt, diese “Aufnahmegespräche”(allein dieses böse Wörtchen ist schon doktrinär genug) stattfanden, war ich gar nicht anwesend. Vielleicht war das ja auch alles nur ein Irrtum, und ich sollte überhaupt nicht zur Schule! Wär ich doch bloss dagewesen und hätte Schlimmeres verhindert!

Zurückblickend kann ich aber sagen, dass es alles in allem – rein materialistisch gesehen – ganz nett war.

Soll heißen: abgefahrene Terror-Klassenfahrten (Gruss an alle, die wissen, wo Velka Upa und Blossin liegen!), exzessiver Drogengenuß auf dem Schulhof (Gruss an das Lehrpersonaaaal, das nie und nimmermals gewusst hat, wo che, David und Pufta gelegen haben!), GROSSE LIEBE (geht niemanden was an, wer auf wem gelegen hat..)  und natürlich: The best Kantine ever after (Ich empfehle Kaffee mit etwas Magenschoner. So gut, danach liegt niemand mehr!).

Jaja, war mitunter recht spassig. Nazi-Alki-Prolli-Treffen auf’m Schulhof, Bombenalarm, Russisch Roulette in der Turnhalle (Rien ne va plus, der Krankenwagen ist gleich da!), Schüler mit glasig-roten Augen, total tolle Schülerkonzerte (Jörgi, wir wissen wo dein Auto steht!) und natürlich nicht zu vergessen, der allzu mitreissende Unterricht der Menschen, die sich mit fortschreitendem Alter leider viel zu selten Gedanken über einen Berufswechsel machen.

Zu erwähnen die Lesestunde des Deutsch-Basiskurses Klasse 12: Stunde beginnt, Schüler soll sich Gedicht

aussuchen, zum Ende der Stunde ausdrucksvoll den interessierten Mitherumhängern vortragen. Oh! Das ist aber Schade! Stunde (45 Minuten!) vorbei, niemand vorgelesen, aber ein großes Dankeschön an den Erzieher.. äh.. Lehrer, der es dank seiner, ihm die Kindheit raubenden Ausbildung, wieder einmal geschafft hat, die ungebildete Meute eine geschlagene dreiviertel Stunde zu beschäftigen. Oder zu unterrichten, wie man im Volksmund predigt.

Bei diesem Beispiel soll es auch bleiben, ansonsten bekommt mein Bekannter, der zur Zeit seinen Zivilzwangsdienst auf der psychiatrischen im Krankenhaus macht, wieder überhöhte Lehrerneuzugänge.

So. Genug gehetzt.

Was ich an dieser Schule immer vermißt habe war die Institution einer/s Schulsozialarbeiters/in. Aber dafür hat sicher wieder irgendwo das liebe Geld gefehlt, weil sich die Kommunalpolitiker komischerweise in letzter Zeit wieder vermehrt Putzfrauen zulegen. Ein Eheberater wäre da sicher angebrachter.

An dieser Bildungseinrichtung jedoch, bin ich auch einigen Menschen zu Dank vepflichtet. Manchen sicher unerwartet, andere haben offenbar mit schweissgetränkten Händen drauf gehofft.

Angefangen bei den Lehrern erwähne ich, meine leider nicht mehr unterrichende, damalige Klassenlehrerin Frau Kublik. Gerade wir zwei hatten immer den grössten Spass miteinander, nicht nur bei Klassenfahrten, sondern auch davor. Danach meistens nie.

Fortfahren in der Ahnengalerie der Nicht-Mehr-Lehrer möchte ich mit Herrn Charamsa. Ab und zu habe ich ihn in letzter Zeit in der Stadt gesehen, und ich glaube, dass es ihm sehr schlecht geht. Ich und noch ein paar andere, wir haben ihn damals schon als Englischlehrer gemocht, wollten ihm eigentlich noch zu seiner Pensionierung oder Rente gratulieren, doch der gute Mann lag zu damaliger Zeit im Krankenhaus, und da Doc Friedemann meinte, man solle ihn doch nicht besuchen, haben wir es dann gelassen.

Also ich werde ihn weiterhin schätzen, was immer er gerade macht, denn er hat, glaube ich,stets mit Überzeugung unterrichtet, was man nicht von jeder Lehrkraft behaupten kann. Ich jedenfalls empfand das so.

Ein weiteres Dankeschön an die liebe Frau Böhme, sie war die erste unterrichtende Person nach meiner Mutter, die meine Gedanken irgendwie verstanden hat aber gleichzeitig auch die literarische Kritik nicht zu kurz kommen lassen hat. Ich denke, sie weiss was ich meine.

All die anderen Lehrer, die ich noch miterlebt habe, sind mir immer zu sehr Lehrer gewesen, zu theoretisch, zu schizophren.

Schüler gab es auch ein paar, die mich vielleicht beeindruckten oder beeinflussten, Spass hatten wir sicher immer (vermehrten Dank im Nachhinein).

An allererster Stelle steht: don_che_bass. Leider mit dem letzten Jahrgang abgehauen, aber immer geil gewesen (s.o.). Ob Musik machen oder hören, Pilze oder nicht, JEDENFALLS immer auf der Seite von Sambasa. Ich erinnere an Sessions und Exzesse im Zwischenbau V oder an die Exkrementschleuder im Holiday Inn mit harten Frühstücksbrötchen und Fredl von MARIAN (“Kennst Du Mich?”), lustige Schulkonzerte mit Jörg und Anne (Janis J. ist noch nicht tot!) und an die endlosen Weberei-Duelle Afro vs. Smartie usw.

Nummer 2 in der Hitliste der Unvergessenen ist Marc Godau alias Gadau oder der mysteriöse Herr Godan.

Mit ihm hatte ich meine erste Band, manchen vielleicht noch bekannt als die Suckers (aus Cottbus, AUS Cottbus!), doch danach kam der Aufstieg (hohoho) zu Peak Bantam (hahaha). Naja. Ein düsteres Kapitel in meiner Biographie.

Marc jedenfalls, blieb mir immer treu (bis er Peggy kennengelernt hat..), wir waren kurzum die beiden ekelhaftesten Schüler, die man sich als Lehrer überhaupt denken kann. Spastische Anfälle incl. Gesabber

sind in der Hinsicht relativ aussagefähig.

David ein kurzes Dankeschön für die verpeilten Abende in meiner bescheidenen 2-Raum-Wohnung, ich vermisse sie schon jetzt!

An den Schluss dieser Aufzählung und gleichzeitig dieses ganzen Schriebs setze ich jemanden, der auch in meinem zukünftigen Domizil in Berlin immer einen Schlafplatz bei mir und einen anderen Platz in meinem Kopf behalten wird. Die Rede ist von keiner anderen, als von Alex. Genauer gesagt, Alexandra Mietusch, jetzt noch 11. Klasse an dieser Schule. Ihr verdanke ich meinen seit einem Jahr ununterbrochenen Schreibwahn, manch schlaflose Nacht, viel Kopfschmerz und all das andere, was zu einer beendeten Beziehung gehört. Danke aber auch für die schönen Stunden zu zweit, irgendwie fehlen sie mir sehr…

Viel Spass euch allen weiterhin in Cottbus, ich verzieh’ mich zum Ende des Monats und hoffe trotzdem, noch viele Male wieder nach old-cb-town kommen zu können. Wer haben will Adress, darf machen bloss kein Stress, soll kommen nur zu mir, ich schreib’s dann auf Papier.

Letzte Werbung: Meine liebsten Orte in dieser Stadt, wo ich dann leider nur noch selten sein kann:

Marie23 (Danke für die Schachabende mit Ronny und Milchkaffee!), Café Zelig (Danke für Alexandra!),

café gelb (Jeden Do DJ’s night, Dank an Markus für die musikalische Untermalung und überhaupt sehr, sehr viel bunter Alkohol!), das HdW (Marienkäfer, Jazzter Groove & Maa’s Tourvision), Chekov (unoptimal location, Jazzgeburtstag!) &  Strombad (alter RA2PAZ3- und Fraputo- Proberaum!), Resi (Du, Du, Du!) und zu guter Letzt:

da rooms (Danke und Ciao an alle und jeden, die Zwanziger-Jahre-Party und das Jazz Thing waren großartig!).

Letzte Grüsse: Ben&Dave (alte Schweden), Frieder (Der Checker), Eisi (mein Mithäftling), Otti (Punk is dead), Franzi K. (Gruss an Majo), Manja (Basketball ist nicht zum riechen da), Peggy&Marc (aus Cottbus, AUS Cottbus!), Katja (mit Hippie-Freund), Maria F. (viel Spass in DK), mein Englisch-Kurs (Can we give up?), mein Deutsch-Kurs (schön weiterlesen),  Uta Z. (und Schwester), Roman (halt’s Maul!), Frau Slawowa (mit Magenschoner), Gross A (Krankenpfleger No.I), DaKs (über den Beats von Co Flow), Caterina (Popina), Thomas S. (und Bruder), che&anna (doschzonkplöttelkrüttel!), RA2PAZ3 CRU CB (once upon a rhyme), K’mostKost’nOst’n (Beelzefix&Prickleprick), OwO-PosseCB (MC A-Flow, Dieta, Long John Chrome, April), DJ MAA@HdW (see ya @ gelb), G-Force (@ Caddish CB), Space-D (666), Tennemann (dein Wort in Gottes Ohr), meine Mama (ich weiss, wo du wohnst), Christoph P. (Danke für die Versorgung), Ronny&Christiane (hab euch lieb), Frank&Tobi (FraputoJazzTrio), Alex (ohne dich)

Don’t forget the letztes Schulkonzert am 25. Januar!

Bis bald, ich wünsch euch Frieden und gute Fahrt!

Pufta

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Weihnachten

March 5th, 2010 · No Comments

Der Mensch,

in der biologischen Anthropologie das höchstentwickelte Säugetier in der besonderen Familie der Klasse der Primaten als Gattung Homo, gliedert sich in verschiedene Rassen und zeichnet sich vor allen Säugetieren durch aufrechten Gang, Rückbildung der Instinkte bei verstärkter Ausbildung des Großhirns, Sprache, Vernunft und individuelle Ausformung von Bewußtsein, Willen und Geist aus.

Jedes Jahr zu einer bestimmten Zeit, meist gegen Ende der jeweiligen, geht die Hetzjagd von vorn los. Dem Männchen, seines Zeichens schwer adventsgeschädigt, wird von dem ihn unterdrückenden Weibchen suggeriert, es solle doch seiner Aufgabe Folge leisten, den gemeinsamen Bau durch das Aufstellen eines sogenannten <<Weihnachtsbaums>> optisch dahingehend aufzuwerten, indem es einen möglichst großen und dicht geästeten Tannebaum oder ein vergleichbares Modell, im heimischen Domizil mittels einer eigens angefertigten Tannebaumhalterung fixieren muß.

Zu diesem Gewächs noch einige Bemerkungen:

-der Tannebaum, eine Gattung der Kieferngewächse, ist ein gemeiner Nadelbaum mit Nadeln. Das heißt, er ist nicht mit ordinären Blättern bekleidet, sondern mit konischen, spitz zulaufenden, bei Nadelhölzern überwiegenden, Nadeln. Nicht zu verwechseln mit einem in Europa verwendeten Werkzeug zum Nähen, Häkeln, Stricken oder Sticken.

-ein oft vorkommender Typus des Tannebaums zur Weihnachtszeit ist die Weißtanne:

Wenn sie der Muße genügend hat, erreicht sie eine nicht zu unterschätzende Höhe von knapp 40 Metern, wobei das Kronennadelwerk weitaus öfter von Vögeln frequentiert wird als der untere Stammbereich der Pflanze, da dieser vornehmlich licht als dicht ist.

Nach der fixen Fixierung des Tannebaums in der Tannebaumhalterung, was nur eine der unzähligen Aufgaben des weitaus intelligenteren Männchens darstellt, macht sich das körperlich und geistig unterlegene Weibchen daran, den Weihnachstannebaum zu massakr…  dekorieren. Zu diesem Zwecke haben die Weibchen auf der ganzen Welt etwas, nicht für jeden nachvollziehbar aber dennoch erstaunliches geleistet: Es kam ihnen der hierbei nicht zu bewertende Gedanke, alles mit goldig-roten Glitzerglasmurmeln zu verunstal.. verschönern. Von diesem beeindruckenden Spektakel lassen sich besonders die benachbarten Weibchen anlocken, was meist zu endlosen Disputen über Lichterketten oder Räucherstäbchen, mit oder ohne halluzinogener Nebenwirkung, führt.

Was der namentlichen Festtagsstimmung nur im seltensten Falle einen Abbruch tut.

Einige berauschte Artvertreter behaupten sogar, nach dem Inhalieren der Räucherstäbchen sei ihnen der Heilige Geist erschienen. Nur trug dieser in jedem Falle eine rote Kutte, bisher nur bekannt in der Ausführung Beige, doch dann vom KuKluxKlan, weiterhin soll diese Gestalt keinerlei Kenntnis von Bartschneideapparaten besitzen, eine unverständliche Lingua zueigen haben und darüber hinaus eine stets und ständig rote Nase, was eindeutig auf den ungebremsten Alkoholgenuß schließen lassen sollte.

Also nichts weiter als das Phantasiegebilde sogenannter Junkies in Form von einem Spät-68er mit Alkoholproblem und Rassenhass. Einigen vielleicht besser bekannt als Weihnachtsmann, der mit bürgerlichem Namen Sandra Klaus heißt und Transvestit ist.

Danke für ihre Aufmerksamkeit.

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Improvisation

March 5th, 2010 · No Comments

process that creates room for improvisation

–> effectively organized improvisation
–> improvise within clearly defined time-boxes
—-> deliverables without pressure of running behind deadlines

“When you think you’re having everything under control you’re not driving fast enough.”

Improvisation starts with an idea. Best practise comes later.

“A life without Powerpoint, org charts, agenda & strategic planning is possible -

but doesn’t make any sense.”

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Im Elften Gebot

March 5th, 2010 · No Comments

Gelbe Lilien auf dem Klavier, die waren vor Kurzem noch weiss.

Das Geschirr nicht abgewaschen seit 2 Wochen, man kann’s schon bis ins Schlafzimmer riechen.

Der Müll türmt sich, Wein- und Bierflaschen machen es unmöglich vom Tisch zu essen, die Fruchtfliegen sind auch schon da.

Meine Hände kleben, die Schweine haben mal wieder das Wasser  abgestellt. Naja.

Du bist bestimmt grad irgendwo was Tolles unternehmen, wahrscheinlich mit deinem Freund.

An Dich denken ist so wundervoll.

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